Projekt Ganzzug...

...das wird spannend...


Mit der Anzahl der Waggons am Haken einer Lok steigt auch die Anforderung in punkto Betriebssicherheit an den Wagenverbund.

Anders als bei 10 Waggons, erfordern z.B. 40 Waggons bestmögliche Voraussetzungen in vielerlei Hinsicht.

Als Nicht-Ingenieur kann ich nicht vorhersehen wie die Physik reagiert, wenn sich beispielsweise 40 Waggons in einer Steigung durch eine – hoffentlich – nicht zu enge Kurve quälen.

Überlegungen:

1.Original-Radsätze der Hersteller. Das klingt vertrauenswürdig, aber… . Leider ist mit den Jahren die Qualität nicht besser geworden. Viele Achsen sind passungenau, laufen unrund mit erhöhtem Widerstand. Abhilfe: Radsatzwechsel. Viele deutsche Hersteller haben sich auf Radsätze spezialisiert, bieten excellente Qualität zu erstaunlich günstigen Preisen, meist 50 % unter den Preisen der Original-Radsätze.  Ich verwende nur noch Radsätze der Firma Janex. Gegoogelt und nicht gefunden? Kein Wunder. Es handelt sich um eine (meine) Wortschöpfung, der Name setzt sich zusammen aus den drei Anfangsbuchstaben des Vornamen der Geschäftsführerin (Janine) und dem Wort „excellent“, also „Janex“.

2.Haltelaschen. Sind ebenfalls verantwortlich für erhöhte Reibung. Es handelt sich hier um Kunstsoff-Spritzguss, mittig zwischen dem Radsatz positioniert, sollen die Achsen in Position gehalten werden. Interessant, dass einige Hersteller ganz darauf verzichten. Achtung, beim Radsatz-Tausch sind diese Haltelaschen schnell verbogen, das gibt eine Extra-Dosis Reibung.

3. Gewicht des Waggon. Sicher gibt es für jeden Waggon sozusagen ein Idealgewicht, um im Ganzzug betriebssicher unterwegs zu sein. Zu leicht, zu schwer? Testen. Abhilfe: Auf die identische Wagengattung eines anderen Hersteller zurückgreifen.

4. Schwerpunkt des Waggon. Schwerpunkt niedrig, klar. Natürlich kann man am Wagenboden ein Blech leimen, um den Waggon zu beschweren. Das muss jeder selbst entscheiden. Meine Abhilfe:  Auf identische Wagengattung eines anderen Hersteller zurückgreifen.

5. Kupplung des Waggon. Bügelkupplungen (u.a. Märklin), lassen nicht so leicht abreissen. Kupplungen anderer Hersteller sind da schon empfindlicher. Abhilfe:Testen, Kupplungen wechseln.

6.Kinematik. Es versteht sich von selbst, dass Waggons mit fehlender Kinematik im Ganzzug eine Fehlbesetzung sind. Abhilfe: Auf KKK zurückgreifen.