Ron Trümmer und Klaus Schaufel

Browsen geht mit Duschkopf –

ein Brauser ist PC-software –

das ist wie Tupperware Plastiktopf –

den nimmt man zum Kochen her.

 

Und doch es geht noch dümmer –

wer kennt nicht den Trümmer Ron –

der schlug die Telekom in Trümmer –

und dann schlich er sich davon.

 

Und doch es geht noch schlimmer –

wer kennt nicht Klaus Schaufel von der Post –

Zumwinkel schaufelt bis zum wunden Finger  –

er schaufelt Kohle in jeden Winkel seines Schloss.

85Ron Truemmer

Wer ist Ron Sommer? Ron Sommer, Telekom-Vorstand 1995-2002, 1990: „Das Internet ist eine Spielerei für Computerfreaks, wir sehen darin keine Zukunft.“  Na dann, ab zur Telekom, fünf Jahre später war dieser fachfremde Hellseher Vorstandsvorsitzender. Nachdem er noch 1990 im Internet keine Zukunft sah, hat er durch massiven Stellenabbau (10.000 pro Jahr!) vielen die Zukunft verbaut.

Wer ist Klaus Zumwinkel? Klaus Zumwinkel, Deutsche Post AG-Vorstand 1995-2008: Zumwinkel, Steuerbetrüger, Rentenkassen-Abzocker. Wird auch immer wieder mit dem Ende der Postfilialen in Verbindung gebracht. Heute zahlt die Bäckereiverkäuferin Geld aus oder nimmt schwere Pakete entgegen. Eine muss den job ja machen. Zumwinkel ist verhindert, der sitzt in seiner Trutzburg am Gardasee und schaufelt seine Kohle hin und her. 

Weitere Schock-infos zu Ron Sommer: Als der Israeli von der Deutschen Telekom (sprich Bundesregierung) 1995 eingestellt wurde, um das Unternehmen für die Globalisierung “reif” zu machen, hatte das Unternehmen einen Wert von mehreren hundert Milliarden Mark. Sommer  war unbeliebt und extrem arrogant. Im Jahr 2002 fühlte er sich nur noch unverstanden, schlich sich davon und hinterliess eine zugrunde gerichtete Telekom mit mehr als 100 Milliarden Euro Schulden. Viele Firmen kamen dank Ron Sommer in den Besitz des Telekom - Vermögens, wie z.B. die ehemaligen Eigentümer der amerikanischen Telefongesellschaft VoiceStream. VoiceStream wurde von Sommer für die Deutsche Telekom für etwa 60 Milliarden Euro erworben, war aber höchstens 8 Milliarden Euro wert. VoiceStream wurde wieder an die ehemaligen Eigentümer - kostenlos - zurückgegeben.
Ron Sommer musste (endlich) gehen, hinterliess Tausende betrogene Existenzen, eine bankrotte Telekom und erhielt dafür auch noch eine Abfindung (laut Der Spiegel) in der Höhe von mehr als 65 Millionen Euro. Diese Summe sei dem Telekom-Chef bereits einen Tag vor der entscheidenden Aufsichtsratssitzung von Aufsichtsratsvorsitzenden Hans Dietrich Winhaus zugesagt worden, da sich Sommer auf den Standpunkt gestellt hatte, dass ihm neben dem Gehalt für die Restlaufzeit seines Vertrages auch noch eine zugesagte Verlängerungsoption über drei weitere Jahre ausbezahlt werden müsse. Zudem stünden ihm für die nächsten fünf Jahre “wenigstens 4,5 Millionen Aktienoptionen zu”, die Sommer mit einem Wert zwischen “150 und 375 Millionen Euro” beziffert haben soll. Nach langen Diskussionen habe Winhaus zugesichert, Sommer “mehr als 65 Millionen Euro” zu bezahlen. Dabei hätte es nach Ansicht der Berliner Anwaltskanzlei Mock & Partner eine Reihe von Gründen gegeben, Sommer ohne Abfindung aus seinem Amt zu entlassen, denn Finanzminister Eichel habe klare Hinweise darauf gehabt, dass die Bilanzen der Telekom wegen einer Falschbewertung des Immobillenvermögens und des überhöhten Kaufpreises von VoiceStream “nicht ordnungsgemäss” seien. Auf eine mögliche Einschaltung des Bundesrechnungshofes und die Einberufung einer ausserordentlichen Hauptversammlung habe der Finanzminister jedoch verzichtet.

 

Weitere schockierende infos zu Zumwinkel: "Ich bin doch nicht der einzige, der sich seine Rente frühzeitig ausbezahlen lässt.“ Zumwinkel hatte sich Pensionsansprüche von über 20 Mio. Euro ausbezahlen lassen. Auch ist Zumwinkel das einzige Vorstandsmitglied, das einen Bonus für 2008 erhalten hat. Sämtliche anderen Vorstände hatten angesichts eines Milliarden-Jahresverlustes keine Boni erhalten. Mehrere Politiker sowie die Vizepräsidentin des Sozialverbandes VdK, Carin Hinsinger, äusserten sich empört, während Zumwinkel selber die Auszahlung seiner Pensionsansprüche mit den Worten „Ich bin doch nicht der einzige, der sich seine Rente frühzeitig ausbezahlen lässt“ rechtfertigte.  

Die Durchsuchungen bei Zumwinkel gelten als erste behördliche Aktion eines umfassenden Ermittlungsverfahrens zur bisher grössten Steueraffäre in Deutschland. Am 26. Januar 2009 wurde Klaus Zumwinkel von der 12. grossen Strafkammer des Landgerichts Bochum wegen Steuerhinterziehung zu einer zur Bewährung ausgesetzten Freiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt. Zumwinkel hatte gestanden, über eine Stiftung in Liechtenstein Steuern in Höhe von knapp 970.000 Euro hinterzogen zu haben. Laut Anklage soll Zumwinkel in den Jahren 2001 bis 2007 sogar Abgaben in Höhe von 1,2 Millionen Euro hinterzogen haben.  

Zumwinkel zog aus seiner Villa in Köln aus, lebt jetzt mit Ehefrau Antje in einer schon vor zwölf Jahren gekauften Trutzburg. 30 Zimmer, 1500 qm Wohnfläche, Schwimmbad, Whirlpool, Zypressen im riesigen Burgpark. Bewacht wird er auf der Burg fast wie in einem deutschen Gefängnis - rundherum hängen Überwachungskameras, ein Wachmann sorgt für zusätzliche Sicherheit.