Der Psychoterror des Kartoffelkäfer

 

Lieber Ratten im Keller –

lieber Flöhe im Bett –

lieber ein leerer Teller –

lieber Gift im Konfekt.

 

Lieber in Tassie auf der Flucht –

wenn Kannibalen heisses Wasser kochen –

wenn der Buschgeist dich verflucht –

wird dein Herz am Limit pochen.

 

Lieber ausgeliefert wie bei Hitch –

im Angesicht des Psychopath –

wenn Norman Bates das Messer zückt –

wenn du spürst die Zeit läuft ab.

 

Bei Kannibalen im Visier –

Psychopathen voller Gier –

ob Kannibalen oder Messerstecher -

alles besser als der Psychoterror des Kartoffelkäfer.

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2014: Unter dem Decknamen "Kartoffelkäfer" geht es hier um eine weibliche Person, die verbal und mit Handlung auf Psychoterror macht. Hätte nicht gedacht, dass es Personen gibt, die solche Methoden anwenden, das geht leider auch an die eigene Substanz, damit konfrontiert, kann man sich - fast - nichts Schlimmeres vorstellen.

Mit einem kleinen Kartoffelkäfer auf dem Feld hat das natürlich nichts zu tun. Auf den Kartoffelkäfer kam ich, als ein Bekannter mir sagte: "…der wünsche ich eine Wiedergeburt als Kartoffelkäfer… ."

Auf der Suche nach den Kannibalen in Tasmanien und Hitchcocks Psycho habe ich interessante Dinge zu diesen beiden Themen gefunden…:

zu Tasmanien: Tasmanien (austr., umgangspr. auch Tassie), grösste australische Insel, östlich des indischen Ozean. Teilweise unberührte, schwer zugängliche Wildnis. Extrem artenreiche Vogelfauna, Giftschlangen, Beuteltiere. Tasmanien war in den Anfangsjahren vor allem als Strafkolonie vorgesehen. Die ersten Siedlungstrecks bestanden daher aus Sträflingen und deren Bewachern. Es wurden vor allem schwere Straftäter nach Tasmanien gebracht, da die Insel durch ihre geringere Grösse leichter zu überwachen war als die Kolonien des Festlands. In den Jahren 1803 bis 1853 wurden ca. 75.000 Sträflinge nach Tasmanien überschifft. Dazu eine wahre Geschichte, die neulich bei N24 über den Bildschirm flimmerte. 8 flüchtende Sträflinge, quer durch den (damals noch) tasmanischen Dschungel. Die Haftbedingungen waren unmenschlich, so wie die Mörder und Vergewaltiger. Das Gefängnis war schlecht gesichert, Grund: Rundherum nur Ozean und Dschungel. So konnten die 8 einen Wachmann überwinden und relativ leicht entkommen. Der Chef der Gruppe, ein ehemaliger Seemann (nachfolgend "Seemann") hatte eine Axt dabei.  Nach Tagen der Flucht durch die Wildnis  gab es bereits zwei Gruppen, die Schnellen und die Langsamen. Hunger und Stress, Todesangst, Misstrauen, schnell war klar: Kannibalismus oder alle würden sterben. So wurde der erste "Langsame" mit der Axt erschlagen und verspeist. Zwei weitere Schwache, die nicht mehr Schritt halten konnten, "flohen" zurück ins Gefängnis. Bald darauf hatte der "Seemann" ein weiteres Opfer bestimmt und mit der Axt erschlagen.

Ein giftiger Schlangenbiss sorgte für die nächste Mahlzeit. Bald gab es nur noch zwei Überlebende, der "Seemann" mit der Axt und ein Aussenseiter (nachfolgend Cook genannt). Tagsüber flüchtend durch den Dschungel, Nächte ohne Schlaf, denn wer einschläft, würde vom anderen erschlagen werden. Während einer kurzen Rast nickte der "Seemann" ein – und wurde von Cook erschlagen und aufgefressen. Er hatte als einziger überlebt, wurde jedoch aufgespürt und kam wieder in Haft. Nach einem Jahr Folter, Arbeitslager, etc. der nächste Ausbruch von Cook. Zusammen mit einem weiteren Sträfling ging es aber dieses mal mit einem Boot über das Meer. Nach einigen Tagen stellte sich wieder das Hungerproblem ein - und wieder war Cook der stärkere von beiden. Er hat sich satt gegessen, und den Rest des Torso in seinem Sack verstaut. Irgendwann wurde  Cook von einem Schiff an Bord genommen. Nach seiner eigenen Einschätzung mutierte Cook zum Kannibalen, der süchtig nach Menschenfleisch geworden war. Cook war Kannibale und Mörder in einer Person. Was er sonst noch verbrochen hat, bzw. warum er einst nach Tasmanien verschifft wurde, darüber wurde nicht berichtet. Er wurde zum Tode verurteilt.

zu Psycho: Psycho ist ein US-amerikanischer Spielfilm von Hitchcock aus dem Jahre 1960. Der für vier Oscars nominierte Film gilt als eines von Hitchcocks zentralen Werken und ist ein bedeutender Klassiker des amerikanischen Kinos. Das American Film Institute wählte Psycho im Jahr 2001 auf den ersten Rang der 100 besten amerikanischen Thriller.

Die Szene, in der die weibliche Hauptfigur unter der Dusche erstochen wird, zählt sowohl visuell als auch musikalisch zu den bekanntesten und meistzitierten Szenen der Filmgeschichte. Auch die von Anthony Perkins verkörperte Figur des psychopathischen Serienmörders Norman Bates hat Berühmtheit erlangt.

2013 in den Kinos: ein Film über den Dreh zu Hitchcocks Psycho. Die Mordszene im Badezimmer ist legendär. Heute ist klar: Statt Schauspielerin Janet Leigh wurde eine andere gemetzelt. "Jedes Stück Film, das nicht Janets Gesicht zeigt, zeigt mich." Die Szene ist schonungslos, immer  wieder geht das Brotmesser in der gekachelten Dusche nieder, bevor Janet Leigh den berühmtesten  Filmtod aller Zeiten stirbt. "Es fühlte sich an, als ob das Messer auf mich einstach. Es war so realistisch, so fürchterlich. Ich konnte es wirklich spüren!“, so erzählte Leigh später von den Dreharbeiten zu Psycho. Sie berichtete von hautfarbenen Aufklebern aus Baumwolle über Schamhaaren und den Versuchen von Regisseur Alfred Hitchcock, die Zensoren in Hollywood nicht mit den Konturen ihrer Brüste hinter dem halb durchsichtigen Duschvorhang zu provozieren. Es war das Jahr 1959.

Mehr als 50 Jahre nach der Premiere des Thrillers, der Leigh den Golden Globe als beste Nebendarstellerin und eine Oscar-Nominierung einbrachte, kratzt das frühere Nacktmodell Marli Renfro an der Überlieferung der Schauspielerin. "Selbst wenn Janet versucht haben sollte, die Duschszene mit Baumwollflicken am Körper zu drehen, müssen die Aufnahmen unter dem Schneidetisch verschwunden sein", verrät Renfro heute am Telefon. Damals hatte sie eine Vertraulichkeitsklausel unterzeichnet. "Jedes Stück Film, das nicht Janets Gesicht zeigt, zeigt meine Hände, Füsse, Beine, Rücken, Bauchnabel und auch meinen Hinterkopf."

Lange Zeit hatte es kaum Zweifel an Leighs Darstellung gegeben, nicht zuletzt weil auch Hitchcock darauf bestand. 2010 puzzelte der amerikanische Crime-Autor Robert Graysmith zusammen, dass Leigh und Hitchcock über die Genese der shower sequence geschwindelt hatten. Da die damals 32 Jahre alte Blondine nicht so viel Haut zeigen wollte, wie der Regisseur gern gesehen hätte, hatte er diskret ein Double engagiert.

"Leigh fühlt sich wegen ihrer Brüste unsicher", war Hitchcock schon bei der Planung der Szene aufgefallen. "Sie denkt, sie sind zu gross."  Mitte Dezember, kurz vor Beginn der Dreharbeiten, erschien auf der Bühne 18-A der Universal Studios die 21 Jahre alte Renfro, die nicht nur mit ihren roten Haaren und türkisfarbenen Augen Verwirrung stiftete. Das „mystery girl“, wie Hitchcock die heimliche Hauptdarstellerin der Duschszene nannte, wanderte vielmehr nackt durch das Studio und legte nur gelegentlich einen Bademantel an, um in Drehpausen mit dem Hauptdarsteller Anthony Perkins Rätsel zu lösen. Hitchcock plauderte mit dem - meist unbekleideten - Model gerne über die Skandale von diversen Stars. "Es war irgendwie charmant, die beiden so zu sehen: Hitchcock auf der einen Seite, das nackte Mädchen auf der anderen", schmunzelte „Psycho“-Drehbuchautor Joseph Stefano Jahre später.

Renfro, eine Anhängerin der kalifornischen Nudisten-Bewegung, hatte bei einem Shooting mit dem Fotografen Mario Caselli von der Suche nach einem Körperdouble gehört. Als die frühere Schönheitskönigin einige Tage später vor Leigh und Hitchcock die Hüllen fallen liess, wurde sie auf der Stelle engagiert. Die Kalifornierin war nicht nur ähnlich gross wie die Leigh, sondern verfügte mit den Massen 94-56-89 zudem über deren Kurven. Während Leigh die verlangten Nacktszenen auch wegen des strengen Production Codes der Sittenwächter Hollywoods ausschlug, fühlte Renfro sich bar jeder Kleidung in ihrem Element. "Mit der Nudistin ging es einfach leichter" , lobte Hitchcock, der auf die vielfältigen Experimente der Kostümbildnerin Rita Riggs, Schauspielerin Leigh fleischfarbene Badeanzüge überzuziehen, leicht ungehalten reagiert haben soll.